
Transport fuhr über unbewachte Autobahnbrücken
Beim dritten Castor-Transport von Jülich nach Ahaus in der vorletzten Nacht soll es schwerwiegende Sicherungslücken gegeben haben. Das sagen die Atomkraftgegner. So beschreibt die Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus", dass Atomkraftgegner unbemerkt auf zwei unbewachte Autobahnbrücken gelangen konnten. In einem der beiden Fälle sogar während der Durchfahrt des Castor-LKWs. Das lag offensichtlich daran, dass die Polizei erheblich weniger Personal eingesetzt hat und sogar auf den normalerweise üblichen Aufklärungs-Hubschrauber vor dem Castor verzichtet habe. Ob die mobile Drohnen-Abwehr noch im Einsatz war, sei ebenfalls fraglich, heißt es weiter. Die "Kein Atommüll in Ahaus zeigt sich darüber entsetzt, dass ihre Befürchtungen schon beim dritten Castor-Transport eintreten. Weil die NRW-Landesregierung anscheinend die hohen Kosten für die polizeiliche Castor-Begleitung möglichst stark eindämmen will, fahre sie die Sicherung der Atommüll-Transporte unverantwortlich herunter.