
Pollenflug im Westmünsterland: Immer mehr Allergiker
Mit dem Frühling beginnt für viele Menschen im Westmünsterland nicht nur die schönste Zeit des Jahres, sondern auch die Leidenszeit. Niesattacken, juckende Augen, laufende Nasen und Atemprobleme sind typische Symptome einer Pollenallergie. Experten gehen davon aus, dass die Zahl der Betroffenen weiter steigt. Ein wichtiger Grund dafür sei der Klimawandel.
Veröffentlicht: Montag, 13.04.2026 04:02
Klimawandel sorgt für früheren und längeren Pollenflug
Nach Angaben von Fachleuten und der AOK beginnt die Pollensaison inzwischen immer früher. Der Pollenflug im Westmünsterland hat bereits begonnen. Durch wärmere Temperaturen blühen viele Pflanzen früher im Jahr und geben ihre Pollen über einen längeren Zeitraum ab. Das bedeutet für Menschen mit Heuschnupfen: Die Beschwerden können sich über immer mehr Monate ziehen. Teilweise leiden Pollenallergiker heute fast ganzjährig unter Symptomen.
Warum Pollen aggressiver werden
Experten sehen noch einen weiteren Effekt: Pollen werden durch Klimawandel, Trockenheit und Luftverschmutzung aggressiver. Bäume und Gräser stehen stärker unter Stress und produzieren dadurch vermehrt bestimmte Eiweiße, die als besonders allergieauslösend gelten. Außerdem bilden viele Pflanzen mehr Pollen als früher. Auch das erhöht die Belastung für Allergiker. Hinzu kommt, dass sich neue Pflanzenarten ausbreiten können. Als Beispiel nennen Fachleute Ambrosia. Ihre Pollen gelten als besonders aggressiv und können sogar Asthmaanfälle auslösen.
Allergie oder nur Erkältung? Ein Test bringt Klarheit
Wer im Frühling immer wieder unter Niesen, tränenden Augen oder verstopfter Nase leidet und unsicher ist, ob dahinter eine Pollenallergie oder nur ein harmloser Schnupfen steckt, sollte das ärztlich abklären lassen. Ein Allergietest beim Facharzt kann laut Experten schnell Klarheit bringen. Wird eine Pollenallergie früh erkannt, kann sie gezielt behandelt werden.
Warum eine frühe Behandlung wichtig ist
Mediziner raten dazu, eine Pollenallergie rechtzeitig behandeln zu lassen. Ohne Therapie kann es zu einem sogenannten Etagenwechsel kommen. Das bedeutet, dass sich aus den Beschwerden an Nase und Augen im schlimmsten Fall Asthma entwickeln kann. Außerdem können weitere Allergien hinzukommen.
Tipps bei Pollenallergie
Zusätzlichen Schutz in der Pollenzeit können nach Angaben von Experten unter anderem FFP2- oder OP-Masken, Sonnenbrillen und das Waschen der Haare am Abend bieten. Aktuelle Infos zum Pollenflug gibt es beim Deutschen Wetterdienst und in speziellen Pollenflug-Apps.