
KI gegen Ertrinken im Freibad Gescher
Künstliche Intelligenz ist inzwischen in fast allen Bereichen unseres täglichen Lebens zu finden. Jetzt soll sie auch im Freibad Gescher eingesetzt werden und zwar um vor dem Ertrinken zu warnen und damit Leben zu retten. Über die Einführung eines KI-gestützten Videosystems stimmt der Rat heute ab.
Veröffentlicht: Mittwoch, 29.04.2026 04:10
Bedenken über Datenschutz
Bei der künstlichen Intelligenz geht es um ein Kamera-System, mit dem auffälliges Verhalten im Schwimmbecken erkannt wird. Die KI leitet das über eine Smartwatch an das Schwimmbadpersonal weiter, das dadurch schnell eingreifen kann. So können möglicherweise Leben gerettet werden. Dafür werden Kameras in sechs bis acht Metern Höhe aufgehängt, um die Schwimmbecken zu überwachen. Die Fachausschüsse hatten sich auch mit Bedenken wegen des Datenschutzes befasst. Bis auf die Grünen hatten anschließend alle Fraktionen den Plänen zugestimmt. Die Installationskosten liegen nach Schätzungen der Verwaltung bei rund 110.000 Euro. Sollte der Rat am Abend zustimmen, könnte das System in der Freibad-Saison 2027 in Betrieb gehen. Besonders das so genannte stille Ertrinken wird oft sehr spät bemerkt, vor allem wenn das Personal zum Beispiel durch Fragen von Badegästen abgelenkt ist.