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Castor-Transporte stehen offenbar kurz bevor
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Castor-Transporte stehen offenbar kurz bevor

Mehrere Hinweise deuten darauf hin, dass der erste Atomabfalltransport von Jülich ins Zwischenlager Ahaus bereits heute Abend starten könnte.

Veröffentlicht: Dienstag, 24.03.2026 05:13

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Vieles weist auf den Start hin

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Noch heute, am 24. März, könnte der erste Castor-Transport mit Atommüll vom Forschungszentrum Jülich ins Zwischenlager Ahaus rollen. Offiziell bestätigt ist der Start nicht, doch vieles spricht dafür. Am 23. März informierte NRW-Innenminister Herbert Reul über den geplanten Polizeieinsatz. Bis zu 4.500 Beamte sollen den Transport begleiten und sichern. Weil die Fußball-Bundesliga sowie die zweite und dritte Liga pausieren, da die Nationalmannschaft spielt, stehen mehr Polizisten bereit.

Auch ein kürzlich abgehaltener Bürgerdialog und ausgebuchte Hotels im Raum Ahaus deuten auf den bevorstehenden Transport hin. Allerdings gab es solche Hotel-Buchungen in der Vergangenheit auch, um von tatsächlichen Terminen abzulenken.

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Castoren auf Tiefladern

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Der Transport erfolgt auf speziellen Tiefladern, die etwa 30 Meter lang und drei Meter breit sind. Diese Fahrzeuge sind speziell für Castoren entworfen. Beladen wiegt ein Tieflader bis zu 130 Tonnen und erreicht maximal 80 km/h. Insgesamt stehen vier Tieflader bereit, wobei einer stets als Reserve dient, falls es zu Problemen kommt. Daher können höchstens drei Castoren gleichzeitig nach Ahaus gebracht werden. Wegen der heftigen Proteste der letzten Wochen ist es jedoch wahrscheinlich, dass beim ersten Transport nur ein Castor von Jülich nach Ahaus fährt. Die öffentliche Aufmerksamkeit ist zu groß.

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Die Route ist noch nicht bekannt

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Aus Sicherheitsgründen bleibt die Route der Transporte vorab geheim. Es gibt viele Wege, den Rhein zu überqueren, doch vermutlich führt die Strecke über die A 31 nach Ahaus. Das passt zu der Karte, die das Bundesverkehrsministerium letzte Woche kurz online stellte. Darauf waren für diese Woche Flugverbotszonen für Drohnen markiert.

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Atomgegner bereiten sich weiter vor

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Atomkraftgegner bereiten sich auch auf mögliche Transporte vor. Für heute Abend planen sie ab 18 Uhr eine Demonstration vom Ahauser Bahnhof zum Rathaus. Ab 20 Uhr wollen sie zudem eine Dauermahnwache am Zwischenlager starten. Ob der Transport tatsächlich heute Abend beginnt, ist noch unklar. Beide Seiten setzen ihre Vorbereitungen fort.

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