
15 Jahre nach Fukushima - Kritik an geplanten Castor-Transporten
15 Jahre nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima erinnern Anti-Atomkraft-Initiativen an die Gefahren der Kernenergie. Gleichzeitig kritisieren Atomkritiker geplante Castor-Transporte mit radioaktivem Abfall quer durch NRW ins Zwischenlager Ahaus.
Veröffentlicht: Mittwoch, 11.03.2026 06:24
Atomgegener warnen vor dem Transport
Am 11. März 2011 erschütterte ein schweres Erdbeben Japan. Kurz darauf traf ein Tsunami mit bis zu 40 Meter hohen Wellen die Küste und überflutete das Atomkraftwerk Fukushima. Es folgte eine Reaktorkatastrophe mit Kernschmelze. 15 Jahre später sind die Stilllegungsarbeiten immer noch im Gange. Zum Jahrestag erinnern mehrere atomkraftkritische Organisationen an die Risiken der Atomenergie. Die Initiative SOFA aus Münster nutzt den Tag, um die geplante Castor-Transporte in Nordrhein-Westfalen zu kritisieren. Nach aktuellen Plänen soll radioaktiver Abfall vom Forschungsreaktor in Jülich per Lkw ins Zwischenlager nach Ahaus gebracht werden. Die Transporte würden quer durch NRW führen. Atomkraftgegner halten das für keine gute Lösung. Sie fordern, die Castor-Behälter in Jülich zu belassen und dort ein neues, moderneres und sichereres Zwischenlager zu errichten. Die Transporte von hochradioaktivem Abfall erfordern aufwendige Vorbereitungen. Neben der Polizei Münster sind auch der Kreis Borken und mehrere Kommunen beteiligt. Peter Bastian von der Organisation SOFA in Münster befürchtet jedoch, dass noch einige Fragen ungeklärt sind.